Die Geschichte des Bucher Schlossparkes und seine Orangerie

Bild: Johann Erdmann Hummel

Die Orangerie im Schlosspark in Berlin-Buch

Damals wie heute ist der Park ein Ort für Romantik und Erholung Idyllisch im Zentrum von Buch gelegen, lädt der Stadtpark oft und gern – zum Teil auch nur als Abkürzung des Heimweges vom Bahnhof – zum erholsamen Spaziergang ein. Täglich begegnet man hier vielen Buchern und Gästen, die sich kurz ausruhen, ihre Mittagspause verbringen oder einfach nach Hause laufen. Die wenigsten von ihnen wissen oder ahnen, dass dieser Park um 1760 ein sehr mondän, herrschaftlich und symmetrisch angelegter Schlossgarten war und viele romantische Geschichten erzählen kann. Die träumerisch gestaltete Orangerie, welche Adam Otto von Viereck erbauen ließ, und die Schneid- und Mahlmühle im Schlosspark Buch werden wohl die Wenigsten noch kennen.

Nach dem Tode Adam Otto von Viereck 1758 ging das Bucher Schloss an seine Tochter Amalie Ottilia, welche mit Friedrich Christoph Hieronymus von Voß verheiratet war. Während das Gut Buch von Frau von Voß 1767 gestiftet wurde, um es als Familienbesitz zu sichern, legte der Sohn um 1809 mehrere Gehöfte in Buch zusammen, kaufte einige Gehöfte dazu und brachte den Schlosspark auf die heutige Größe. Dazu wurde der bestehende Park mit dem Garten Pölnitz, dem Mühlengrundstücks, einer großen Gärtnerei und weiteren Gehöften erweitert, Teiche angelegt und Bäume gepflanzt. In den 80iger Jahren erzählten große Tafeln mit Bildern von dieser Pracht und Schönheit. Leider erinnern heute nur die Reste des Fundamentes der Orangerie an dieses wunderschöne Bauwerk und vereinzelt noch stehende alte romantische Laternenmaste.

Ältere Anwohner erinnern sich an ihre Jugend, als man auf den Flussläufen der Panke im Schlosspark im Winter Schlittschuhe gelaufen ist. Vieles an Pracht und Schönheit hat der Park leider eingebüßt, aber die riesigen alten Bäume erzählen davon, wenn man sich an ihren Wurzeln niederlässt und verharrt. Derzeit sind einige Bereiche des Parks abgezäunt, da in den alten morschen Eichen sich ein seltener Käfer eingenistet hat, welcher vom Aussterben bedroht ist. Der Heldbock, oder auch Eichenbock hat hier seine Heimat und kann nicht umgesiedelt werden. Wenn jedoch die Bäume nicht regelmäßig gestutzt werden, können Äste auf ahnungslose Passanten fallen.

Artikel: Carola Karow LIVE
Karow LIVE Magazin – Ausgabe 4-2015
Fotos: Johann Erdmann Hummel-Wikipedia / Pankow LIVE

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