Blankenburg verspielt Sieg gegen Kaulsdorf

Durchwachsener Start ins neue Fußballjahr für die SG Blankenburg: Gegen Stern Kaulsdorf kommt der Bezirksligist aus Pankow nicht über eine Punkteteilung hinaus – trotz komfortabler Führung. Auch, weil in der Schlussphase die Nerven blank liegen.

SG Blankenburg – SG Stern Kaulsdorf 2:2 (2:1) – Trotz eisiger Temperaturen ging es heiß her im Berliner Nordosten – vor allem in der Schlussphase. Eine Viertelstunde vor Abpfiff eskalierte eine Offensiv-Aktion im Gäste-Strafraum zu einem Streit, der zwei Platzverweise nach sich zog: Gäste-Keeper Philipp Ullrich hatte den Ball nicht komplett unter seinen Händen begraben. Blankenburgs Winterneuzugang Yassine Salah setzte nach – und rutsche im Zweikampf in den Torwart. “Unglücklich”, wertete SGB-Coach Dirk Reckewitz die Aktion. Im Tumult ließ sich ein Gästespieler zu einer Tätlichkeit hinreißen, sah Rot.

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Salah, wenige Minuten zuvor eingewechselt, kassierte für das Foul am Torwart die Ampelkarte. Für seinen Trainer überzogen. “Eine Ermahnung hätte gereicht”, fand Reckewitz. Er vermisste “etwas Fingerspitzengefühl” vom Unparteiischen Leon Gerngroß. Urteil des Pankower Trainers: “Wären vorher beide Spieler mit Gelb bestraft worden, hätte es die anschließende Tätlichkeit vielleicht nicht gegeben.”

Schiedsrichter gerät in den Fokus

Ärgerlich für Blankenburg: Der SGB-Coach wollte Salah kurz vor dem Platzverweis vom Platz nehmen, “um ihn zu schützen.” Glatt Rot gegen den Gästespieler nach dessen Tatlichkeit fand Reckewitz “auf jeden Fall vertretbar”. Im Gegensatz zu Gäste-Coach Björn Bienert. Er sah die Aktion, die zur Roten Karte seines Spielers führte, “komplett anders” als der Pankower Trainerkollege. “Aber man kann’s nicht ändern, es ist ‘ne Tatsachenentscheidung”, sagte Bienert.

Der Sterne-Coach sah trotz zehn Karten inklusive zwei Platzverweisen “ein faires Spiel” – und lobte ausdrücklich den Schiedsrichter: “Für den muss man mal ‘ne Lanze brechen. Es war für ihn, wie für die Teams, ein schweres Spiel. Erst Recht bei den schwierigen Platzverhältnissen”.

Platzverweis: Trainer sind sich uneins

Der frostige Boden machte ein technisch versiertes Spiel schwierig. Trotzdem gingen die Hausherren früh mit zwei Toren in Führung, durch Felix Hoffmann und den 12. Saisontreffer von Torjäger Lars Leps. Danach verlor die SGB ihre spielerische Linie. Ersatzgeschwächte Gäste, sechs Spieler fehlten, kämpften sich zurück in die Partie, kamen kurz vor der Pause zum Anschlusstreffer – und nach rund einer Stunde zum Ausgleich. Vorher hatte Blankenburg einige Chancen liegen lassen.

“Uns hat im Abschluss ein bisschen Fortune gefehlt”, bilanzierte Reckewitz, der “hinten heraus” mit dem Punkt zufrieden war. “Mit dem können wir gut leben, das Unentschieden geht in Ordnung.” Auch Bienert fand die Punkteteilung “unterm Strich für beide Teams okay”. Keine Mannschaft habe den Sieg verdient gehabt. “Wenn, vielleicht sogar eher Blankenburg”, fand der der Gäste-Trainer.

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Vor dem Rückrundenauftakt kommendes Wochenende hat Reckewitz die Marschroute festgelegt für den Rest der Saison: einstelliger Tabellenplatz. “Ob 7., 8. oder 9.” ist mir egal”, erklärt der SGB-Trainer. “Aber an den Zielen, die wir uns zu Saisonbeginn gesetzt haben, wollen wir uns messen.” Heißt: mindestens Rang neun, auf dem Blankenburg mit 19 Punkten rangiert – fernab von Auftiegsträumen (13 Punkte Rückstand), fern von Abstiegsnöten (sieben Zähler Vorsprung).

Stern Kaulsdorf (30 Punkte) verpasste durch das Remis, nach Punkten mit dem Rangzweiten Friedenau gleichzuziehen, fiel von Rang vier auf fünf.

Aufstellung Blankenburg: Hoge – Schneider, Krüger, Otto, Kopietzky (86. Gantzer), Hetzel (72. Gallegos-Condori), Leps, Katzor, Kloske (67. Salah), Knorr, Hoffmann.

Tore: 1:0 Felix Hoffmann (8.), 2:0 Lars Leps (24.), 2:1 Steve Rumi (43.), 2:2 Oliver Schmidt (57.)

Gelb-Rote Karte: Salah (74.)

Rote Karte: Kaulsdorf (74./Tätlichkeit)



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