Live-Konzert im Cafe Mirbach: Das Komponistenviertel erweckt Tote zum Leben

Die Alternative-Band “Komponistenviertel” aus dem gleichnamigen Pankower Kiez hat im Cafe Mirbach (Weißensee) tote Künstler zum Leben erweckt, musikalisch Tribut gezollt.

Nach ihrem Auftritt an gleicher Stelle vor rund zwei Monaten verabreichte das Musiker-Duo dutzenden Rock-Fans am Samstagabend einen „Nachschlag“, spielte in der Behaimstraße den zweiten Teil der “The Boys are back in Weißensee-Town“-Tour. Frei nach dem Motto: “The Boys are back im Café – Teil zwei”.

Pop und Rock, David Bowie bis Prince

Das Komponistenviertel sind Jens Gebhardt (Gesang, Gitarre, Banjo, “melancholische Mützen”) und Björn Döring (Cajon, Gesang, funky Snare-Drum und “ludenhafte Lederschuhe”). Beide Musiker haben sich im Komponistenviertel in Weißensee gesucht und gefunden. Seit sieben Jahren spielen sie “Herzensmusik” aus ihrem Kiez – und verbinden den lokalen Esprit laut Eigenbeschreibung mit den Klängen der “schönsten, schillernsten und einflussreichsten Songschreiber der Popgeschichte.

“Man kann nicht genug bekommen von dem faszinierendem und mitreisendem Ensemble. Wir konnten es nicht lassen, deshalb mussten die Jungs nochmal ran”, erklärte der Veranstalter.

Country bis Metal – von Johnny Cash bis Motorhead

In ihrem Repertoire beim Live-Auftritt im Mirbach hatten Gebhardt und Döring “die tollsten Songs der schönsten Toten”: unter anderem eigene Interpretation zu Songs von Johnny Cash, Kurt Cobain, David Bowie, Soundgarden, Tom Petty, Motörhead, John Lennon und Prince.

All die gecoverten Stars der Rock- und Popgeschichte haben eines gemeinsam: Sie leben nicht mehr. Ab 20 Uhr war davon im Cafe Mirbach nichts zu spüren. Im Gegenteil: Aus den Lautsprechern vor der Bühne ertönten Klänge, zu der sich alle bewegen durften, die sich bewegen konnten oder wollten – und das waren alle im Raum; egal wie alt, groß, bunt oder queer. Das Publikum sang mit, tanzte mit. Wer dezenter rockte, wippte mit.

Mehr als nur Covern

“Famous dead rockstars” – das Dauerthema für das “Komponistenviertel”. Doch es ging nicht nur ums reine Nachspielen, sondern um die besondere Note der Interpretation. Wer sich etwa fragt, wie ein Motörhead-Song klingen würde, wenn Johnny Cash ihn spiel, ist beim Kompinstenviertel vermutlich richtig aufgehoben.

Konzerte im Café Mirbach sind immer wieder etwas Besonderes: Dort hat die 2011 gestartete Band ihr Live-Debüt gegeben – und regelmäßig neue Ideen ausprobiert: etwa die Rock’n’Roll-Dinnershow “Leichenschmaus”. Legendär sind auch die Konzerte zur “Fête de la Musique”, die das Komponistenviertel seit drei Jahren im Mirbach spielt.

Foto: Pankow LIVE
Video: Pankow LIVE

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