Refluxkrankheit – ist Sodbrennen wirklich so gefährlich?

Christof Kurz, Leitender Oberarzt der Klinik für Innere Medizin, Gastroenterologie, Hepatologie und Infektiologie im Helios Klinikum Berlin-Buch.

  • Das Helios Klinikum Berlin-Buch lädt am Dienstag, 24. April 2018, um 18 Uhr zum Expertenvortrag in die Cafeteria ein.
  • Christof Kurz, Leitender Oberarzt der Klinik für Innere Medizin, informiert über diagnostische Maßnahmen und Behandlungsmöglichkeiten der Refluxerkrankung.

Jeder fünfte Deutsche leidet gelegentlich unter Sodbrennen.

Diese Missempfindung in der Speiseröhre ist in der Regel völlig harmlos. Sie kann aber auch Ausdruck einer sogenannten Refluxerkrankung der Speiseröhre und des Magens sein. Die Ursachen sind vielfältig. Wird die Speiseröhre dauerhaft mit Magensäure belastet, schädigt das die Zellen und das Risiko für eine Krebserkrankung erhöht sich. Nach einer ergiebigen und fetthaltigen Mahlzeit oder bei bestimmten Getränken spüren Betroffene ein saures Aufstoßen oder ein brennendes Gefühl hinter dem Brustbein. Diese Beschwerden werden auch als Brustschmerzen empfunden, verängstigen manchmal und sind häufig nicht genau zu lokalisieren.

Ursache ist meistens aufsteigende Magensäure in der Speiseröhre.

Dadurch wird die empfindliche Schleimhaut gereizt. Treten diese Beschwerden wöchentlich oder sogar mehrfach am Tag auf, verbirgt sich oft die sogenannte gastroösophageale Refluxkrankheit dahinter. „Wenn sich die Speiseröhre durch die Säure des Magens zusätzlich noch entzündet, liegt bereits eine sichtbare Schädigung des Gewebes vor. Dann besteht dringend Handlungsbedarf“, sagt Christof Kurz, Leitender Oberarzt der Klinik für Innere Medizin.
Außerdem können anatomische Veränderungen die Entstehung begünstigen.
Eine fast ständig offene Verbindung zwischen Magen und Speiseröhre besteht zum Beispiel beim Zwerchfellbruch. „Auch eine Lageveränderung des Magens durch Gewichtszunahme oder eine Schwangerschaft begünstigen den Reflux in die Speiseröhre“, berichtet der Medizinexperte.

Bedeutsam für die Entstehung einer Refluxkrankheit sind auch Rauchen, Alkoholkonsum und starkes Übergewicht, fetthaltige Nahrung und zu spätes Essen am Abend.

Wenn die Beschwerden zunehmen, eine deutliche Gewichtsabnahme oder eine zunehmende körperliche Schwäche eintritt, spätestens dann sollte eine entsprechende Diagnostik eingeleitet werden. Möglich sind eine Magenspiegelung, Druckmessungen und Säurebestimmungen in der Speiseröhre. Die Ergebnisse geben Aufschluss, ob eine Refluxkrankheit vorliegt. Eine medikamentöse Therapie oder ein operativer Eingriff können die Beschwerden lindern.

Im Anschluss an seinen Vortrag steht Christof Kurz für Fragen zur Verfügung. Der Eintritt ist frei; eine Anmeldung nicht erforderlich.

Zeit: Dienstag, 24. April 2018, um 18:00 Uhr
Ort: Konferenzraum Cafeteria im Helios Klinikum Berlin-Buch

Foto: Thomas Oberländer/Helios Klinikum Berlin-Buch
Quelle: Susanne Hansch Helios Klinikum Berlin-Buch

 



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