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Initiative “Bügerstadt Buch Bauen” will in 3 Jahren bauen

Im Radiointerview bei FluxFM

Quelle: Bürgerstadt Buch

30.000 bis 40.000 Wohnungen für bis zu 100.000 Menschen soll es laut der Initiative “Bürgerstadt Buch Bauen” geben. Wir reden hier von einem Aerial so groß wie Prenzlauer Berg welches die Initiative “Bürgerstadt Buch Bauen” plant. Laut Google haben Blankenburg, Karow, Buch und Französisch Buchholz zusammen eine Gesamteinwohnerzahl von 64.015 (Stand 2018) auf einer Fläche von 42,91 Km² .

Im Radiointerview berichtet die Initiative, dass sie schon in 3 Jahren mit dem Bauen anfangen könnten. Angeblich soll dies ein großer Befreiungsschlag für den Mietspiegel in Berlin sein.

So plant die Initiative die Stadt des 21. Jahrhunderts zwischen Buchholz, Karow und Buch auf den dortigen Rieselfeldern zu bauen. In Karow kann man jetzt schon keine Wohnung ohne WBS – Wohnberechtigungsschein – bekommen. Zum Teil sind es katastrophale Wohnungen mit Schimmel, Baumängeln und überteuerten Mietpreisen.

Man arbeitet an einer zügigen Umsetzung des Projektes. Vielleicht genauso wie damals Neu-Karow hochgezogen wurde. Schon ein paar Jahre nach dem Neu-Karow gebaut war, kamen auch schon die ersten Probleme. Setzungsrisse, Schimmel und Probleme mit der Isolierung in den Wohnungen waren erst der Anfang. Viele der Karower Immobilien sind in der Zwischenzeit an niederländische Investoren verkauft. Reinvestitionen und Instandhaltung scheint für die Besitzer häufig nur einen geringen Stellenwert zu haben. Vielen der Häuser in Neu-Karow sieht man genau diese Verwaltungspolitik auch an. Anwohner können sicher vieles dazu berichten.

Bei der Planung hat die Initiative “Bürgerstadt Buch Bauen” ein paar Fakten vergessen. Karower und Bucher kämpfen seit Jahren dafür, dass sie wieder eine eigene Polizeiwache bekommen. Leider gibt es kein Personal welches die Polizei für eine Wache zur Verfügung stellen könnte. Desweiteren ist es laut einer Statistik nicht notwendig da Buch und Karow angeblich die niedrigste Kriminalitätsrate von ganz Berlin haben. Was ja auch stimmen mag aber es bleibt bei vielen Bürgern ein subjektives Unsicherheitsgefühl und das Empfinden von der Stadt und der Versorgung (Feuerwehr, Notarzt, etc.) und somit auch von der Polizei abgehängt zu sein. Nicht zu letzt die extrem angespannte Verkehrssituation mit den vielen (wenn auch nötigen) Baustellen trägt negativ dazu bei, dass in Notfällen Hilfe nur schwer nach Karow und Buch gelangen kann.

Wo bitte, sollen bei einer neuen Kleinstadt mit ca. 100.000 Einwohner die Kapazitäten herkommen? Hier müssen nicht nur die Verkehrsanbindungen und Strukturen für die Behörden geschaffen werden bevor ein solches Projekt ins Rollen kommt!

Zitat Initiative Bürgerstadt Buch Bauen … “Dies kann nur gelingen, wenn die kreativen, politisch verantwortungsvollen Akteure der Stadtgesellschaft einbezogen werden und mitmachen. Bedenkenträger und Mutlose dürfen nicht die Oberhand gewinnen. Bürger, baut eure Stadt…”.

Quelle: Pankow LIVE | Fotos: Diday Media / Pankow LIVE / Berliner AR. Drone

Author: Redaktion

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